Beerview: BraufactuM Roog

Erster Schluck:

Wer aufgrund der dunklen Farbe denkt, hier bilde das Malz den Dreh- und Angelpunkt, sieht sich aufs Glatteis geführt. Denn alles, was bei der ersten Nase ankommt ist Hefe. Vor dem ersten Schluck schwant Brotigkeit.

Das sagt der Geschmack:

Wenn man die Masse an Weizenbieren unterteilen kann in die, die nach Banane schmecken und die, die nach Nelke schmecken, gehört das Roog definitiv zu der Kategorie der Nelkenbiere. Doch keine Angst, was da im Glas funkelt ist kein Chai Latte und kein Weihnachtsgewürzkuchen. Das Flaschenetikett verspricht Aromen von gebrannten Mandeln, die wohlwollend auch wahrgenommen werden können. Doch die Angelegenheit ist komplexer als gebrannte Mandeln und Nelke. Die Melange schmeckt würzig, rauchig, die Röstmalze sind fast zu stark eingesetzt, ein volles Winterbier, das verwirrt, da es so atypisch schmeckt und nicht ansatzweise so brotig daherkommt wie der erste Eindruck es nahelegte.

Wenn Du abschweifst…

…sitzt Du in der Räucherkammer, schmeißt den Schinken raus, legst eine Lage Buchenholzspäne drauf und streichst das Getreide auf die Darre. Nicht alle archaischen Zubereitungen von Lebensmitteln, so klärt in diesem Augenblick der Rauch, stehen in der Weber Grillbibel.

BraufactuM Roog

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