Archiv

Archiv für den Monat Dezember 2014

Während sich die Mehrheit zum Jahresende um versöhnliche Töne, tröstende Worte und verbindende Elemente bemüht, geht de bello culinario, dem Namen folgend, voll auf Konfrontation.

Heute plädiere ich stark für die Schwarzweiß-Malerei von Anil Akkus, die eigentlich eher eine Schwarz-Weiß Fotografie ist. Ich bin mir zwar nicht ganz sicher, gegen wen hier rebelliert wird, aber vermutlich ist die Zahl derer, die ein Problem mit schwarzen Ananas im Supermarktregal haben, nicht allzu klein. Also Freunde, ich meine Euch!

Ob Anil Akkus auch so konfliktfreudig ist, weiß ich nicht, denn von ihm kenne ich nur seine von Talent, Ausdruckskraft und Fingerspitzengefühl verkündenden Arbeiten, die Ihr auszugsweise unten sehen könnt.

Für all jene, die das Künstlerportfolio auf einer klassischen Website erwarten, habe ich auch noch eine Botschaft: Sein Behance Profil.

Insofern: Euch allen ein brisantes Rest-2014 und ein knackiges 2015!
Schwarze Ananas von Anil Akkus

© by Anil Akkus

Weiße Frucht von Anil Akkus

© by Anil Akkus

Wachteleier von Anil Akkus

© by Anil Akkus

Als Halloween Skeptiker und Food Art Freund befinde ich mich in einem Dilemma. Einerseits sehe ich die aus Irland bzw. den USA importierte Tradition, der eine größer werdende, unreflektierte Begeisterung entgegengebracht wird, andererseits sehe ich die Rolle des Kürbis als Ausgangsbasis für erstaunliche Schnitzkunst, die ich nicht pauschal aburteilen kann.

Ein typisches Beispiel also für unser von Widersprüchen und Spannungsfeldern bestimmtes Leben. Was tun? Man könnte sich auf eine Seite schlagen, müsste aber Meinung dafür opfern. Man könnte sich ewig mit der Aushandlung der Lösung beschäftigen und sich mit dem Prozess zugrunde richten oder, hier kommt die Lösung, es pragmatisch angehen. In meinem Fall bedeutet das, ich zeige hier ausgezeichnete Kürbisse von einem ausgezeichneten Künstler mit einem ausgezeichneten Youtube Channel. Das bedeutet aber auch, dass ich mich selbst nicht vor Allerheiligen anziehe und schminke, als sei ich aus einem Frühwerk Peter Jacksons entsprungen. Und es bedeutet, störenden Kindern zu verklickern, sie sollen bitte zu Sankt Martin noch einmal kommen, um Süssigkeiten abzugreifen (und darauf zu hoffen, dass nicht Allerheiligen für die Säuberung der Gegensprechanlage von Hühnereirückständen draufgeht).

Wenn ich in die Kürbisgesichter von Jon Neill schaue, sehe ich auf jeden Fall sehr viele Widersprüche, Spannungsfelder und vielleicht sogar den ganzen Weltschmerz! Welch wunderbare Bebilderung meines Beitrags. Danke an Jon. Und übrigens: Es versteht sich ja wohl von selbst, dass dieser Post nicht an Halloween erscheint.

Jon Neill Pumpkin Carving

© by Jon Neill

Jon Neill Pumpkin Carving

© by Jon Neill

Jon Neill Pumpkin Carving

© by Jon Neill

%d Bloggern gefällt das: