Auf der Schwelle zur Vulgarität

Essen und Morbidität gehen nicht nur Hand in Hand, wenn sich Schimmelkulturen auf zu lange gelagerten Lebensmitteln breit machen und ausgiebig darüber nachgedacht wird, wo denn jetzt genau das Steak herkommt, was auf dem Teller neben den Salatblättchen und dem frittierten Wurzelgemüse liegt.

Dirk Staschkes Arbeiten zeigen Lebensmittel, die nicht verderben und auch nicht tierischen Ursprungs sind. Dennoch liegt in ihrer pastellfarbenen Blässe eine Morbidität, die nicht appetitlich ist. In Keramik gefertigt, vermitteln die stilisierten Lebensmittel Vornehmlichkeit, es sei denn Dirk greift zur Glanzlackierung, mit der Schüchternheit zur Vulgarität transformiert und das Konzept kunstvoll kippt.
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