Die Instagrammisierung der Welt

Was passiert, wenn man jedem die Möglichkeit gibt, ein Künstler zu werden? Ja, was passiert, wenn die Produktionsmittel demokratisiert werden? Wer solche Fragen heute noch stellt, sitzt entweder seit 50 Jahren in Isolationshaft oder studiert Medienwissenschaften.

Wenn die beste Antwort auf obige Fragen „WordPress“ lautet, lautet die besteste wohl „Instagram“. Selten wurde es der Erika Mustermann von nebenan so einfach gemacht, sich künstlerisch zu betätigen und sich mit den Ergebnissen an die Öffentlichkeit zu wenden.

Die logische Konsequenz sind bis obenhin vollgestopfte Serverfarmen voller Schrott. Glücklicherweise hat das Web Strategien entwickelt, die Spreu von dem Weizen zu trennen. Eine davon heißt „de bello culinario“:-)

Spaß beiseite, zwischen den Unmengen an unnötigen Profilen finden sich immer wieder auch echte Knaller. Eines davon gehört dem Designer David Schwen. Heute präsentiere ich Euch ein paar Beispiele seiner pointierten Arbeiten, ich empfehle jedoch den Klick auf eine seiner vielen Präsenzen im Netz.

Beispiel 1: Marshall McLuhan würde sagen „The Medium is the Message“, der bodenständige Analyst von nebenan würde sagen „David schneidet aus einem Kräcker das Instagram-App Logo, fotgrafiert es und teilt es auf Instagram“
 Beispiel 2: Das ultimative Druckmittel für Smartphones, um die Kontrolle über ihre Besitzer zu erlagen: die rote „ungelesen“-Flag. Das Ende ist nah!

Beispiel 3: Während mit Gewürzhalftern bewaffnete Hobbyköche versuchen süß und salzig in Einklang zu bringen, liegt hier bereits der materialisierte Traumzustand vor. Ein Gedicht in Lebensmittelfarbe!

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3 Kommentare
  1. emhaeu sagte:

    Die künstlerischen Produktionsmittel sind spätestens seit der Erfindung von Bleistift und Papier völlig demokratisiert, ach, was sage ich, seit dem Tag, als jemand mit einem Stein was in die Höhlenwand geritzt hat. Was sich vervielfältig hat, sind vielleicht nur die Möglichkeiten, sich mit der Illusion von Kreativität zu umgeben.

    • Sehr richtig in Bezug auf Stift und Papier, bzw. Stein und Felswand. Wenn Du in Richtung Photographie denkst, sieht das schon anders aus. Digitalkameras für unter 20 Euro und Bildbearbeitungssoftware als Freeware aus dem Netz, die auf 250-Euro Computern laufen, gibts noch nicht soo lange. 

      Was sich natürlich grundsätzlich geändert hat, ist die Bühne, auf der das Spektakel stattfindet – da gebe ich Dir Recht! Wie wahrscheinlich wäre es ohne das Internet, dass wir beide uns über die Frage austauschen? 

      • emhaeu sagte:

        Null Prozent. Keine Frage.

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