Pausenbrot Deluxe

Als Pänz verdrückte ich zur großen Pause stets geschmierte Brötchen, etwas Obst und Gemüse sowie eine Süßigkeit. Das war gemessen an dem, was sich Mitschüler einverleibten, schon ein kulinarischer Kracher. Die zogen häufig mit einem Heiermann bewaffnet zum Kiosk, um sich dort Schokocroissants und Snickers zu besorgen.

Als ich ein Austauschjahr in den USA verbachte, nahm ich mir Peanutbutter & Jelly Sandwiches mit in Schule bis ich erkannte, dass die Coolen sich das Essen in der Schulmensa kauften – wozu ich dann, je nach Budgetlage, auch gehörte. Das Essen dort entsprach dem der gängigen Fastfoodketten: Chickenburger, Cheeseburger und Pommes. Nicht besonders gesund und nicht besonders ausgefallen.

Anders handhabt es Heather Sitarzewski aus den USA. Sie bereitet ihrem Sohnemann abwechslungsreiche Minimenüs vor, die nicht nur durch Kombinatorik, sondern auch durch die Assemblage verblüffen. Das Wort „liebevoll“ reicht nicht aus, um die Detailverliebtheit zu umreißen, die die Designerin bei der Zubereitung der Lunchbox an den Tag legt. Besonders beeindruckt hat mich das Bildarchiv auf ihrer Seite. Diese Frau muss tatsächlich sehr häufig sehr früh aufstehen, um soetwas zu Stande zu bringen. Ich unterstelle wohlwollenderweise, dass die Lunchboxen nicht am Vorabend gestaltet und abgelichtet werden, um dem Kleinen dann die verwelkten Gemüsegesichter mitzugeben!

Wer sich grundsätzlich für das Thema „Essen in der Schule“ interessiert, sei auf die Seite NeverSeconds verwiesen. Dort postet die Schülerin Martha Payne aus Schottland, was ihre Schule ihr so täglich vorsetzt. Die Site hat wahnsinnig Wellen geschlagen, bei Jamie Oliver, BBC, tausenden von Lesern weltweit und vor allem auch bei den Leuten, die verantwortlich für das Essen in ihrer Schule sind. Aaaber.. ich schweife ab. Wen das interessiert, sei der Wikipedia Eintrag zu Never Seconds ans Herz gelegt, jetzt aber erst einmal die tollen Kreationen von Heather:

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3 Kommentare
  1. Nicht nur für Kinder ist eine schön und abwechslungsreich gefüllte Lunchbox (Bento) wesentlich gesünder und besser. Auch wir Erwachsenen sollten uns mal überlegen ob es sinnvoll ist jeden Mittag in die Kantine zu gehen, oder ein Fastfood Restaurant zu besuchen. Selber zubereitetes Essen von zuhause mitbringen ist und bleibt immer noch billiger als sich jeden Mittag etwas zu kaufen und man weiß genau was drin ist. Ich beschäftige mich seit ca. 1,5 Jahren mit diesen Thema und gehe ohne selber zubereitetes Essen nicht mehr aus dem Hause.
    Vielleicht magst du dich mal umschauen bei mir.
    Viele Grüße
    Simone

    • Da gebe ich Dir recht. Leider wird auch bei uns häufig nur am Wochenende „richtig“ gekocht und Gesundes gibt es eher vor und nach der Arbeit. Mittags läuft es häufig auf „was schnelles“ heraus, was meistens nicht die perfekte Wahl ist. Schau mir gleich Deine Site an! Beste Grüße, Chris

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