Perspektivwechsel: 25 Probleme von Gastrokritikern

Bemerkenswert fand ich, dass sie bis zu 5 Mahlzeiten pro Tag essen müssen. Ich habe da den cholerischen Chefredakteur einer Zeitschrift vor Augen, der mit Motivationsstützen à la „bis heute Abend liegen hier 5 Kritiken auf dem Tisch oder du bist nächsten Monat nicht mehr dabei“ glänzt. Ob der panische Tester dann aber unter Druck losrennt und sich eine Mahlzeit nach der nächsten reinschiebt, damit er liefern kann, wage ich doch zu bezweifeln. 

Nachvollziehbarer finde ich den Punkt „gönnen können“: 

Jeder glaubt doch zu wissen, was gutes von schlechtem Essen unterscheidet. Falls man den Tester-Job bekommt, sagen viele „kann ich auch/hätte ich besser gekonnt!“. Ich muss dabei an Leute denken, die vor abstrakter zeitgenössischer Kunst stehen und sagen „kann ich auch/hätte ich besser gekonnt“. Die Gründe für die Fehleinschätzung sind in beiden Fällen die gleichen: Überschätzung der eigenen Fähigkeiten und Neid.
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