Phantastisch, was das Bloggerleben so für einen bereithält. Goodies von Verlagen, Kontakt zu anderen Bloggern und seit neuestem auch: Preise. Dabei kam ich doch eigentlich nur, um etwas mit Medien zu machen.

Liebster Award

And the “Liebster Award” goes to…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Doch zurück zum Preis. Den verlieh mir Corinna von „mein Apulien“. „Mein Apulien“ bietet einen phantastischen Einblick in das Leben einer Auswanderin. Und „mein Apulien“ liefert die Nahaufnahme einer offenbar sehr schönen Region Italiens. Und „Mein Apulien“ verleiht Preise.

Die Idee des Preises besteht darin, gerngelesene Blogs auszuzeichnen und sie anhand von 11 Fragen näher kennenzulernen. Nachfolgend findet Ihr also Corinnas Fragen und meine Antworten.

1. Würdest du beim “Liebster Award” überhaupt mitmachen?

Da meine Chancen auf Nobel-, Pulitzer- und Bookerpreis momentan nicht allzu gut stehen, nehme ich mit, was ich kann!

2. Wie bist du auf die Idee gekommen, einen Blog mit “Kulinarikbezug” zu schreiben?

Als Profiesser, semiprofessioneller Schreiberling und unprofessioneller Koch gab es keinen Weg daran vorbei!

3. Wie stößt du auf die faszinierenden Projekte, die du auf deinem Blog vorstellst?

Wichtige Orientierungspunkte auf meiner Netzlandkarte sind Blogs wie Ignant, Itsnicethat oder Designboom. Von dort aus beginnend lasse ich mich per Schneeballprinzip durchs Netz treiben.

4. Gibt es bereits eine Hitliste ausgehend von deinem Beerview?

Ich glaube das wäre zum jetzigen Zeitpunkt zu früh. So besteht auch der Anreiz in Zukunft, mir den Preis erneut zu verleihen;-)

5. Was bist du lieber: kulinarischer Entdecker oder Plattenrichter?

Ob als Seelentröster und Stimmungsaufheller oder als Fokuspunkt neugierigen Interesses – Kulinarik und Musik sind beides tolle Drogen. Einzig die Fähigkeit von kulinarischen Freuden, durch ihren Genuss gleichzeitig spielende Musik in die Nichtwahrnehmung zu drängen, zeichnet sie zusätzlich aus.

6. Wo würdest du leben wollen, wenn du überall leben könntest?

Ginge es nach meinem Plattenrichterblog, müsste ich nach Berlin, New York oder Bristol ziehen. Ginge es nach de bello culinario, müsste das One-Way-Ticket auf Tokyo, Paris oder Bergisch Gladbach ausgestellt sein. Im „echten Leben“ spielen so viele weitere Aspekte eine Rolle, dass Köln den Titel „Wahlheimat“ nicht ohne Grund trägt. Und hey, immerhin Bergisch Gladbach ist direkt um die Ecke.

7. Wohin würdest du hingegen nur im Urlaub fahren wollen?

Alle Orte, die faszinieren, aber mir nicht alles bieten, was ich stets um mich wissen möchte. Das wäre bspw. Jerusalem, Kamtschatka oder Tahiti.

8. Wahlheimat Köln – drei Dinge, für die es sich in Köln zu leben lohnt

- Viele persönliche Kontakte, die sich bei Bedarf auch schnell ergeben
- Das von Überzeugungstätern geschaffene, hochqualitative kulturelle Angebot
- Die ungeahnte grüne Farbe

9. Wahlheimat Köln – drei Dinge, für die du Köln am liebsten den Rücken kehren würdest

- Bausünden aus den Nachkriegsjahren und die Unfähigkeit an aktuellen Großbaustellen
- Der Nahkampf, in den sich Fahrradfahrer permanent begeben müssen
- Das Stadtbild am Altweiberdonnerstag um 20:00 Uhr

10. Wie viele Blogs würdest du noch schreiben wollen, wenn du die Zeit dafür hättest?

Dauerhaft zwei, ich würde de bello culinario jedoch erweitern. Und mich vorab mit Foodfotografie auseinandersetzen. Wenn ich mich nochmal länger auf Reisen begeben sollte, würde ich wohl auch wieder darüber bloggen. Der Blog über mein halbes Jahr in China war jedenfalls auch ein großer Spaß.

11. Wie verläuft dein perfekter Tag?

Sonnig, sportlich, voller Genüsse

***

Nachdem ich mich nun über 11 Fragen im Spotlight suhlte, richte ich es auf Bernd von „heut gibts“. Bernds Foodblog verfolge ich seit längerem. Einerseits hole ich mir Inspiration für meine eigenen Aktivitäten am Herd. Andererseits bereitet es Freude, Bernds Posts zu lesen, aus denen immer seine Erfahrung und Überzeugungen sprechen.

Für den Fall, dass Bernd den Preis annimmt, warten auf ihn folgende Fragen:

1.) Hast Du einen persönlichen Lieblingsartikel/Post auf Deinem Blog? Wenn ja, welcher ist es?
2.) Wie schaffst Du es, Dich dauerhaft zur so regelmäßigen Blogpflege zu motivieren?
3.) Wie kochst Du am liebsten? Frei, mit selbst abgewandelten Rezepten oder strikt nach Rezept?
4.) Welche Regionalküche ist die beste?
5.) Bier oder Wein?
6.) Gasthaus oder Sternetempel?
7.) Welche sind Deine Lieblingsfoodblogs, außer „heute gibts“?
8.) Was ist die wichtigste Regel beim Kochen?
9.) Auf welchen Küchenhelfer kannst Du nicht verzichten?
10.) Kam es über Deinen Blog schon zu merkwürdigen Kontakten? Wenn ja, wer hat sich mit welchem Anliegen gemeldet?
11.) Du widmest „heute gibts“ Deinen Töchtern. Bekommst Du von ihnen Rückmeldungen zu den Rezepten/Posts?

Davide Lucianos Photos sind Momentaufnahmen, anhand derer Geschichten nacherzählt werden. Sei es ein italienisches Mittagsmahl, das per Mafia Besuch abrupt beendet wurde oder ein Picnic, für dessen Essen die Bienen der Umgebung andere Pläne hatten als die Ausrichter der Veranstaltung. Die Geschichten sind zwar recht naheliegend, aber mir gefällt die Konsequenz, mit der “Meals Interrupted” umgesetzt wird. Die Handlungen muss man sich ersteinmal so parat legen und dann auch gekonnt inszenieren. Das dritte Werk, was ich hier als Teaser präsentiere heißt  “Charred”, ein Seafoodfest, das in Flammen aufgegangen ist.

Ein weiteres “Meal Interrupted” ist übrigens das halbaufgegessene Brot mit Tahini und Honig neben mir. Ich könnte mir kein Bild vorstellen, das aufklärt, wie ich die Verköstigung zum Schreiben dieses Artikels unterbrechen musste. Aber für solche Fälle gibts ja noch Text. Für alle anderen, wie gesagt, Davide.

Und jetzt machen wir “de bello interrupted” und klicken uns rüber zu Davide.

Al Dente - Meal Interrupted

© by Davide Luciano

Honeyed - Meal Interrupted

© by Davide Luciano

Charred - Meal Interrupted

© by Davide Luciano

Wenn sich Essen selbständig macht, heißt das nicht notwendigerweise, dass sich die Schimmelkulturen auf dem Gemüse oder dem ungespülten Geschirr ausbreiten. Denn eines ist klar: Durch Verrottung kann es die Pizza keinesfalls geschafft haben, die Welt zu erobern. Auf den Bildern von Jon-Paul Douglass sehen wir eine wahrscheinlichere Variante. Die Pizza überwindet Zäune, sneakt sich über die Gehwege und hängt sich in Bäumen fest und übernimmt so Viertel um Viertel.
Pizza in the Wild 3

© by Jon-Paul Douglass

Pizza in the Wild 5

© by Jon-Paul Douglass

Pizza in the Wild 18

© by Jon-Paul Douglass

Das stromerzeugende Obst von Caleb Charland wirkt bedrohlich-eigenartig. Ich denke an vorsintflutliche Medizintechnik wie die Apparatur, die Alex’ Augen in “Clockwork Orange” aufsperrt. Doch auch wenn man von den Wörtern “Licht” und “Nahrung” ausgeht, landet man schnell in einer dunklen Ecke. Eine besondere Form der Quacksalberei, pardon, Esoterik, bringt mich abwechselnd zum lachen und zum weinen.

Anhänger der “Lichtnahrung” versuchen, herkömmliche, gebundene Energieträger durch Licht zu ersetzen. Im Klartext: statt Erbsensuppe eine Viertelstunde mit der Taschenlampe in den offenen Mund leuchten, bei Durst einfach mit weit aufgerissenen Augen der Mittagssonne zuwenden. Das, was sonst Vitamine, Fette und Mineralien leisten, übernimmt die kosmische Energie Prana.

Da bleibe ich doch lieber bei dem Spektakel des Visuellen von Caleb Charland. Die Arbeiten sind meisterhaft inszeniert, lösen merkwürdige Gedankengänge wie die oben beschriebenen aus und sind dabei längst nicht so gefährlich wie “Fiat Lux”, die Sonnentempler und Lichtnahrung zusammen.

Back to Light Fruit 1

© by Caleb Charland

Back to Light Fruit 2

© by Caleb Charland

Back to Light Series

© by Caleb Charland

Schon wieder so viel Zeit vergangen, in der man sich fragte – kaufen ja, aber was? Debello liefert Antworten, zum vierten Male.

- Warum kämpft der stationäre Einzelhandel um sein Überleben? Richtig, ihm fehlen Thunfischsocken, Wurstsocken und Toast & Ei Socken. Die gibts mal wieder nur im Internet.

- Wer schon California Rolls für eine Straftat hält, sollte sich nicht mit diesen Totenkopf-Rolls anlegen!

- Korrespondierende Getränke benötigt auch jedes Frühstück. Zum wachsweich gekochten Bio Ei reichen wir eine 2014er Bacon Brausetablette auf Regionalquell-Wasser. Bon Appétit!

- Sagte ich Bacon-Wasser? Was soll der Falschgeiz – Einmal Bacon komplett bitte!

- Jetzt ist das aktuelle Jahr schon einen Augenblick alt, doch für einen 2014er Geschmackskalender, sollte doch jeder etwas Liebe übrig haben.

- Endlich Büro-Atmosphäre in der Küche dank der Gewürzkartei!

- Wo wir schon beim Küchenbüro sind – Falls zu einer professionellen Arbeitsatmosphäre keine stumpfen Möhren gehören sollen, empfehle ich doch dringlichst den Karottenanspitzer!-

- Wenn in Vietnam Neujahr ansteht und man nicht die passende Coladose zur Hand hat, gibts nur eines.

- Welcher Vegetarier kennt das Problem nicht? Man braucht kein Fleisch, aber besucht so gerne Metzgereien. In Hamburg essen sie Kuscheltiere füllt die Lücke!

- Ist mir ja fast schon ein wenig zu flach, aber es drängt sich zu sehr auf: “Nationalgerichte” auf mit passenden Flaggen gebody-gepainteten Personen.

Erster Eindruck:
Die güldene Farbe im Glas bestätigt die vorausgeeilte Verheißung des Namens, der Zugang beim ersten Schluck gelingt. Im Nachgang wird der falsche Freund entlarvt: was frisch begann, findet seinen langanhaltenden staubtrockenen Nachhall.

Das sagt der Geschmack:
Wer will, entdeckt einen Hauch von Zitrusfrüchten, der die Kehle kitzelt. Ein Bier von Distinktion schmeckt jedoch anders: Konturlos wäre zu viel gesagt, so edgy wie das Design der Flasche ist das Gebräu dennoch nicht.

Wenn Du abschweifst…
…willst Du Sommermonate, Wiese, Decke, Gewässer, Geselligkeit und Instant-Gratifikation für nicht nennenswerte Leistungen. Deswegen bist Du auch vom langanhaltenden Nachgeschmack irritiert, gegen den mit neuem Schluck gegengelenkt wird. Noch bevor die letzten Strahlen zum Wärmen im Stande sind, verselbständigt sich die Situation und ein mattes Gefühl von einem mittelprächtigem Bier bleibt.

Old Gold

Als Grenzphänomene zwischen Licht und Finsternis bezeichnete schon Goethe die Farben, Grafiker und Drucker der Jetztzeit arbeiten jedoch nicht mit der Farbenlehre unseres ersten Mannes wenn es um Dichtung geht. Neben dem Vierfarbsystem, schwören Fachleute vor allem auf das Pantone Farbsystem als Standard.

Nun lest ihr keinen Fachblog für Drucktechnik und dementsprechend spare ich mir eine Vertiefung, sondern stelle Emilie Griottes vor. Sie spannt den Pantone-Farbfächer auf und verwendet ihn als archimedischen Punkt für ihre Food-Photographie. Für die verschiedenen Farbtöne findet sie Repräsentaten aus der Foodwelt und setzt sie meisterhaft in Szene.

Ich finde das vorzüglich und bin schon gespannt auf die Vervollständigung des Projekts, wenn Emilie Bilder für alle 1677 Pantone Farben geschossen hat:-)

Für alle Interessierten zum Weiterlesen: Auf dem Blog High Foodality gab es mal ein (Mitmach-)Buch zum pdf-Download, das sich mit dem Thema “Kochen nach Farben” beschäftigt. Ein Blick hierein lohnt!
Griottes Choose your color (all)

© by Emilie Griottes

Griottes Choose your color (yellow)

© by Emilie Griottes

Griottes Choose your color (red)

© by Emilie Griottes

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